- Welche Funktion hast du bei Netrics – und wie lange bist du bereits im Unternehmen tätig?
Bei Netrics bin ich seit dem 1. Juni 2019 und aktuell als Head of Business Operations tätig. Mein Fokus liegt darauf, operative Abläufe kontinuierlich zu verbessern und Rahmenbedingungen zu schaffen, damit unsere Teams effizient und wirkungsvoll arbeiten können. Besonders wichtig ist mir dabei die Schnittstelle zwischen Menschen, Prozessen und Organisation. Zudem verantworte ich unsere zentralen Business Applikationen sowie den Aufbau einer Data Driven Organization
- Erzähl uns kurz, was Netrics macht und was eure Mission ist.
Netrics ist ein Schweizer IT‑Dienstleister und Partner für die digitale Transformation. Wir unterstützen Unternehmen mit Lösungen in den Bereichen Cloud, Modern Workplace, Data & AI, Security und Software Engineering.
Unsere Mission ist es, Komplexität zu reduzieren und Unternehmen stärker zu machen. Dafür verbinden wir Menschen, Daten und Technologien so, dass modernes, sicheres und effizientes Arbeiten möglich wird – heute und in Zukunft
- Welche Prozesse und Systeme waren vor der Zusammenarbeit mit rocket365 im Einsatz?
Vor der Zusammenarbeit mit rocket365 war unsere Prozess‑ und Systemlandschaft stark heterogen.
Je nach Standort und Unternehmensbereich kamen unterschiedliche Systeme zum Einsatz, die nur teilweise integriert waren.
Konkret bedeutete das:
- ERP / Fakturierung: eine Mischung aus Navision, SelectLine, Bexio und SAP – teilweise parallel genutzt
- Finanzbuchhaltung & Controlling: Navision bzw. Bexio, ergänzt durch Excel und LucaNet für Reportings und Konsolidierungen
- CRM: HubSpot, jedoch ohne durchgängige Integration in ERP und Abrechnung
- Projekt‑ und Zeiterfassung: JIRA sowie weitere Insellösungen ohne einheitlichen End‑to‑End‑Prozess
- HR & Payroll: verschiedene Systeme wie Rexx, Bexio und SwissSalary
- Welche konkreten Herausforderungen und Probleme sind im Alltag dadurch entstanden – intern wie extern?
Diese Landschaft führte zu Medienbrüchen, manuellen Abstimmungen und hohem Koordinationsaufwand, insbesondere in durchgängigen Prozessen wie Order‑to‑Cash, Projektabrechnung und Reporting.
- Welche Folgen hatten diese Herausforderungen für euer Geschäft?
Diese heterogene Prozess‑ und Systemlandschaft hatte spürbare Auswirkungen auf unser Tagesgeschäft. Viele Abläufe waren nicht durchgängig, was zu einem hohen manuellen Aufwand geführt hat.
Konkret bedeutete das für uns:
- Zeitverlust durch Mehrfacherfassungen und manuelle Abstimmungen zwischen CRM, ERP, Projekt‑ und Finanzsystemen – insbesondere im Order‑to‑Cash‑Prozess
- Fehleranfälligkeit, weil Daten über Excel‑Listen und Schnittstellen manuell konsolidiert werden mussten
- Geringe Transparenz bei Projektmargen, Abrechnung, Auslastung und Reporting, da es keine einheitliche Datenbasis gab
- Frust bei Mitarbeitenden, weil Prozesse je nach Standort unterschiedlich funktionierten und wenig standardisiert waren
- Zusätzliche Kosten, etwa durch ineffiziente Abläufe, Korrekturen und verspätete oder aufwendige Abrechnungen
Kurz gesagt: Wir haben viel Energie in Administration statt Wertschöpfung investiert. Diese Situation war einer der zentralen Auslöser, unsere Prozesse grundlegend zu harmonisieren und gemeinsam mit rocket365 neu aufzusetzen.
- Gab es einen Moment, der für euch gezeigt hat: „Wir müssen handeln“?
Ein weiterer Wendepunkt war die Erkenntnis, dass unsere Systemlandschaft nicht skalierbar war – weder für Wachstum noch für künftige Akquisitionen oder eine einheitliche Management‑Sicht. Das war ein zentrales Thema in den strategischen ERP‑Grundsatzentscheiden.
- Wie hat die Einführung von Microsoft Dynamics 365 Business Central mit rocket365 eure Prozesse verbessert?
Antwort Die Einführung von Microsoft Dynamics 365 Business Central mit rocket365 hat unsere Prozesse grundlegend vereinfacht, standardisiert und erstmals wirklich durchgängig gemacht.
Statt vieler Insellösungen arbeiten wir heute auf einer zentralen ERP‑Plattform mit klar definierten End‑to‑End‑Prozessen.
Konkret haben sich unsere Prozesse wie folgt verbessert:
- Durchgängiger Order‑to‑Cash‑Prozess: Angebote, Aufträge, Projekte, Zeiterfassung, Abrechnung und Buchhaltung sind heute logisch miteinander verknüpft und laufen in einem System zusammen. Medienbrüche und manuelle Übergaben konnten stark reduziert werden.
- Höhere Transparenz und Steuerbarkeit: Projektmargen, Auslastung, Umsatz und Kosten sind deutlich besser nachvollziehbar, weil alle relevanten Daten zentral und einheitlich verfügbar sind. Das verbessert sowohl das operative Management als auch das Reporting.
- Standardisierung über Standorte hinweg: Unterschiedliche Arbeitsweisen und Systemnutzungen wurden harmonisiert. Das sorgt für klare Rollen, konsistente Prozesse und eine deutlich höhere Effizienz im Alltag.
- Automatisierung statt manueller Arbeit: Viele frühere Excel‑Lösungen, Doppelerfassungen und manuelle Korrekturen konnten eliminiert oder stark reduziert werden – etwa in der Abrechnung, im Controlling oder bei wiederkehrenden Leistungen.
- Skalierbare Basis für Wachstum: Mit Business Central haben wir eine Plattform geschaffen, die nicht nur den heutigen Betrieb unterstützt, sondern auch weitere Einheiten, neue Geschäftsmodelle und künftige Akquisitionen integrieren kann.
Kurz gesagt: Wir haben den administrativen Aufwand deutlich reduziert, die Transparenz erhöht und unsere Organisation so aufgestellt, dass sie skalieren kann – und genau hier war rocket365 für uns ein entscheidender Umsetzungspartner.
- Könnt ihr Verbesserungen beziffern?
Ja – erste Effekte lassen sich heute bereits beziffern, auch wenn wir bewusst noch von konservativen, realistischen Grössenordnungen sprechen. Die Zahlen stammen aus internen Einschätzungen entlang der neuen, standardisierten Prozesse und aus Beobachtungen seit dem Go‑Live von Microsoft Dynamics 365 Business Central mit DYCE.
Messbare Verbesserungen seit der Einführung
- Zeitersparnis in Kernprozessen:
Durch den durchgängigen Order‑to‑Cash‑Prozess (Angebot → Auftrag → Projekt → Zeiterfassung → Abrechnung → Buchhaltung) konnten wir den administrativen Aufwand je Vorgang um rund 20–30 % reduzieren. Besonders stark zeigt sich das in Projektabrechnung und Fakturierung, da manuelle Abstimmungen und Excel‑Zwischenschritte entfallen sind. - Deutlich weniger manuelle Arbeit:
Bereiche wie Abrechnung, Controlling und Reporting arbeiten heute weitgehend systemgestützt. Der Anteil manueller Tätigkeiten (Kopieren, Kontrollieren, Nachführen in Excel) wurde um rund ein Drittel reduziert. - Fehlerreduktion und höhere Qualität:
Durch eine zentrale Datenbasis und klar definierte Dimensionen sind Fehler durch Mehrfacherfassungen oder inkonsistente Daten spürbar zurückgegangen. Rechnungs‑ und Korrekturläufe sind heute deutlich stabiler als zuvor. - Schnellere Durchlaufzeiten:
Die Zeit zwischen erbrachter Leistung und Rechnungsstellung hat sich signifikant verkürzt, da Leistungsfreigabe, Projektabrechnung und Verbuchung in einem System erfolgen. Das verbessert nicht nur Cashflow‑Timing, sondern auch Transparenz gegenüber Kunden. - Automatisierungsgrad klar erhöht:
Wiederkehrende Abrechnungen, Standardprozesse und Reports laufen heute weitgehend automatisiert. Gleichzeitig ist der Steuerungsaufwand für Führungskräfte geringer, weil Informationen jederzeit aktuell verfügbar sind.
Zusammengefasst:
Wir gewinnen Zeit, Qualität und Transparenz – und investieren diese heute deutlich stärker in Wertschöpfung statt in Administration. Die bisherigen Effekte bestätigen, dass wir mit Business Central und rocket365 nicht nur ein neues System eingeführt haben, sondern unsere Arbeitsweise nachhaltig verbessert haben.
- Was hat euch bei rocket365 am meisten überzeugt?
Uns hat bei rocket365 vor allem die Kombination aus fachlicher Tiefe, Branchenverständnis und persönlicher Zusammenarbeit überzeugt.
Es war nicht ein einzelnes Kriterium, sondern das Gesamtpaket.
Konkret waren es folgende Punkte:
- Klare Branchen‑ und Prozesskenntnis:
rocket365 versteht die Anforderungen von IT‑Dienstleistern und Professional‑Services‑Organisationen sehr gut – insbesondere rund um Order‑to‑Cash, Projektabrechnung, Verträge und wiederkehrende Leistungen. Das hat sich bereits in den ersten Workshops gezeigt. - Pragmatische, lösungsorientierte Herangehensweise:
Statt komplizierter Speziallösungen wurde konsequent auf Business‑Central‑Standard plus bewährte Branchen‑Add‑ons gesetzt. Das half uns, schnell voranzukommen und gleichzeitig eine nachhaltige Lösung aufzubauen. - Hohe Umsetzungsstärke und Geschwindigkeit:
Entscheidungen wurden vorbereitet, Lösungen klar erklärt und Themen zügig umgesetzt. Gerade in einem Projekt dieser Grössenordnung war diese Verlässlichkeit entscheidend. - Persönliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe:
rocket365 ist „klein, aber fein“ – mit direktem Zugang zu den verantwortlichen Experten, kurzen Entscheidungswegen und einem sehr hohen persönlichen Engagement im Projekt. - Sehr gutes Preis‑Leistungs‑Verhältnis:
Die Leistung, die Umsetzungsgeschwindigkeit und die Qualität standen für uns in einem sehr stimmigen Verhältnis zu den Kosten – was ebenfalls ein wichtiger Entscheidungsfaktor war.
Kurz gesagt: rocket365 hat nicht nur ein ERP eingeführt, sondern unsere Anforderungen verstanden, mitgedacht und pragmatisch umgesetzt – genau das war für uns ausschlaggebend.
- Was gibst du anderen Unternehmen mit, die eine Zusammenarbeit mit rocket365 in Betracht ziehen?
Unsere wichtigste Empfehlung: Seid euch über eure Ziele und Prioritäten im Klaren – und bindet rocket365 früh als Sparringspartner ein.
rocket365 funktioniert nicht als reiner Umsetzer, sondern als Partner, der Prozesse hinterfragt und mitdenkt. Das sollte man bewusst nutzen.
Was wir anderen Unternehmen konkret mitgeben würden:
- Nicht nur das System betrachten, sondern die Prozesse:
Der grösste Mehrwert entsteht nicht durch Business Central an sich, sondern durch die klare Definition und Harmonisierung der End‑to‑End‑Prozesse. rocket365 ist stark darin, diese gemeinsam zu strukturieren – aber die Entscheide dazu müssen aus dem Business kommen. - Entscheidungen treffen und Standards zulassen:
Wer zu viele Sonderfälle festhalten möchte, bremst sich selbst. Unser Learning war: Standardisierung zahlt sich aus – in Einfachheit, Geschwindigkeit und Wartbarkeit. rocket365 unterstützt diesen pragmatischen Ansatz konsequent. - Genug interne Ressourcen und Ownership sicherstellen:
Ein ERP‑Projekt ist kein IT‑Projekt, sondern ein Organisationsprojekt. Dort, wo Fachbereiche Verantwortung übernommen haben, waren Fortschritt und Qualität am höchsten. - Auf Augenhöhe zusammenarbeiten:
rocket365 ist schnell, direkt und sehr lösungsorientiert. Wer offen kommuniziert, klare Erwartungen formuliert und Entscheidungen zeitnah trifft, profitiert maximal von dieser Arbeitsweise.
Kurz gesagt:
Wenn man bereit ist, Prozesse zu hinterfragen, Entscheidungen zu treffen und wirklich zusammenzuarbeiten, ist rocket365 ein sehr starker Partner für eine nachhaltige und pragmatische ERP‑Transformation.
- Was kommt als Nächstes bei Netrics – und welche Rolle wird Business Central dabei spielen?
Als Nächstes geht es für uns darum, auf der geschaffenen Basis weiter aufzubauen – funktional, organisatorisch und strategisch.
Microsoft Dynamics 365 Business Central ist dabei klar das Rückgrat unserer weiteren Entwicklung.
Konkret stehen bei Netrics folgende Themen im Fokus:
- Phase 2 der ERP‑Weiterentwicklung:
Nach dem erfolgreichen Go‑Live konzentrieren wir uns auf die gezielte Vertiefung – unter anderem auf Kosten‑, Erlös‑ und Ergebnisrechnung, bessere Projekt‑ und Margentransparenz sowie den weiteren Ausbau von Reportings und KPIs. Business Central liefert dafür die zentrale Daten‑ und Prozessbasis. - Integration weiterer Einheiten und Akquisitionen:
Business Central ist strategisch als zentrale Plattform ausgelegt, um weitere Gesellschaften und neue Akquisitionen strukturiert integrieren zu können. Damit schaffen wir Skalierbarkeit ohne jedes Mal neue Systemlandschaften aufzubauen. - Mehr Automatisierung und Standardisierung:
Wir werden weitere Prozesse automatisieren – etwa in Abrechnung, Ausgabenmanagement, Payroll‑Anbindungen und Reporting. Ziel ist es, administrative Tätigkeiten weiter zu reduzieren und unsere Teams stärker auf Kunden‑ und Wertschöpfungsthemen zu fokussieren. - Bessere Steuerung eines wachsenden Unternehmens:
Mit Business Central schaffen wir die Grundlage für ein konsistentes Management‑ und Controlling‑Modell über Standorte, Geschäftseinheiten und Services hinweg – ein wichtiger Faktor für Wachstum, Professionalität und strategische Optionen.
Kurz gesagt:
Business Central ist für uns kein abgeschlossenes Projekt, sondern eine zentrale Plattform, auf der wir Wachstum, Effizienz und Transparenz systematisch weiterentwickeln – gemeinsam mit rocket365 als langfristigem Partner.